Was bedeutet es, Tutor zu sein?

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Am Ende der neunten Klasse kam die Frage von meinem Klassenleiter, ob ich nicht mal schauen möchte, dass ich Tutor werden will. Mit voller Begeisterung habe ich die Anmeldung ausgefüllt, ohne wirklich zu wissen, was auf mich zukommt. Jetzt nach einem Jahr habe ich viel dazu gelernt und würde dieses Wissen gerne weitergeben.

Tutoren bei der Arbeit

Als Tutor ist man Schüler der zehnten oder elften Klasse und bekommt am Anfang des Schuljahres eine fünfte oder sechste Klasse zugewiesen. Das Tutorenteam, in dem man dann zu dritt für ein Jahr ist, kann man sich wünschen, es ist aber nicht ganz sicher, dass man es auch so bekommt. Zu seiner Tutorenklasse hat man dann die Klassenleitung, mit der man im regen Austausch steht. Und dann geht es in der zweiten Schulwoche auch schon los: Man stellt sich in der Klassenleiterstunde seiner Tutorenklasse vor und kann sich schonmal austauschen, was man im Schuljahr so machen möchte. Im ganzen Jahr gibt es Tutorenveranstaltungen, die man selbst planen und ausführen soll. Die Schüler der Tutorenklasse soll man dann im Schulalltag unterstützen, da gibt es aber normalerweise am Anfang des Jahres eine Fahrt bei der die Tutoren mitfahren, wo nochmal alle wichtigen Dinge erklärt werden.

Ich hatte das Glück, dass ich Freistunde gleichzeitig zu der Klassenleiterstunde meiner Tutorenklasse hatte, so konnte ich fast jede Woche auch im Homeschooling digital mal vorbeischauen und ich habe mit ihnen viele Spiele gespielt, viel gebastelt und hatte einfach super viel Spaß. Sich jede Woche neue Spiele auszusuchen ist zwar hart, aber es lohnt sich absolut, da der Spaßfaktor einfach super hoch ist. Dann, als es zu meinem ersten Tutorenevent kam, lief alles in einem organisierten Chaos ab. Das Lächeln auf ihren Gesichtern nach der Tutorenveranstaltung war einfach die Bestätigung, wie wichtig das Tutorensein ist.

Man kann als Tutor den fünften und sechsten Klassen das Schulleben mit mehr Spaß gestalten und ihnen zeigen, wo sie auch einmal stehen werden. Ich kann mich noch gut an meine Tutoren der fünften und sechsten Klasse erinnern. Ich war beeindruckt, wie alt und reif meine Tutoren waren und wie lange es dauern würde, bis ich da auch mal hinkomme und jetzt stehe ich selbst vor meiner Tutorenklasse und bin dieses Vorbild für sie und kann ihnen so viel weitergeben, was ich mir selbst über die letzten Jahre am MGM beigebracht habe.

Einer der schönsten Momente, die auch das ganze so unglaublich wertvoll machen, ist: Wenn man vor dem Klassenzimmer steht, um gleich ein Spiel mit den Schülern zu spielen und sie dich vor dem Klassenzimmer entdecken und begeistert fragen, ob wir wieder so ein tolles Spiel spielen oder was wir gleich mit ihnen vorhaben.

Lara, 10. Klasse

Ein harter Job. Aber einer muss ihn machen

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