Interview mit Verena Dietl, 3. Bürgermeisterin von München

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Anlässlich der 50-Jahr-Feier des MGM am 16.06.2021 haben wir ein Interview mit Verena Dietl geführt, der dritten Bürgermeistern von München, die als Gast vor Ort war.

MiNe: Guten Tag! Kannten Sie vorher schon das MGM?

VD: Ja, ich habe schon ganz viel vom MGM gehört, war aber noch nie drinnen. Das ist heute sozusagen meine Premiere. Heute habe ich ganz viel übers MGM mitgenommen und gelernt, was für eine tolle Schule ihr seid, wie vielfältig ihr seid, was ihr hier alles mitbringt und was man hier alles fürs Leben lernen kann.

MiNe: Und wie ist Ihr erster Eindruck von dieser Schule?

VD: Dass ihr hier ganz viele Schülerinnen und Schüler seid, die ganz viel bewegen wollen, die innovativ sind, die Ideen einbringen, die auch mal ihre Meinung sagen, die unglaublich kreativ sind, zum Beispiel heute die AG-Bewegungskünste oder auch die musikalischen Leistungen. Es hat mich schon sehr beeindruckt. Im Rathaus erzähle ich allen Kollegen, was für eine tolle Schule ihr seid.

MiNe: Wie stehen die Bürgermeister mit den Schulleitern im Kontakt?

VD: Der Oberbürgermeister kann ja in der Stadt nicht alles alleine machen, deswegen hat er zwei Bürgermeisterinnen. Ich bin die zuständige Bürgermeisterin für Bildung, das heißt für alle Schulen, und ich bemühe mich an allen Schulen zu sein, mit den Schulleitern Kontakt zu haben, gerade wenn es hier darum geht, dass das MGM nochmal weiter ausgeweitet wird, dann ist der Kontakt mit den Schulen wichtig oder auch wenn an den Schulen wichtige Anliegen sind. Die Schulleiter können sich auch immer an die zuständige Bürgermeisterin wenden.

MiNe: Sie haben zwei Kinder. Waren Sie dadurch auch vom Homeschooling betroffen?

VD: Eines meiner Kinder ist erst ein Jahr alt, das andere ist in der ersten Klasse. Das war schon hart für uns, da ich gleichzeitig mit meinem Sohn Homeschooling machen musste und noch gearbeitet habe. Ich hatte, wie ihr auch, Videokonferenzen. Den Start in die erste Klasse hatten wir uns anders erhofft. Dafür kann ich jetzt wirklich mitreden, wenn es darum geht, wie das Homeschooling ist.

MiNe: Wie hat sich Schule seit Ihrer Kindheit verändert?

VD: Ich bin eigentlich sehr gerne in die Schule gegangen, manchmal natürlich auch nicht, wenn irgendwas genervt hat oder so. Ich fand es aber auch immer gut, wenn man sich an der Schule beteiligen kann, wenn man mitreden kann. Und ich denke schon, dass da noch Vieles passiert ist, dass wir unsere Kinder und Jugendlichen auch darauf vorbereiten, dass man mitreden kann, das ist mir immer als Bürgermeisterin auch sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche auch zu Wort kommen und ihre Meinung einbringen. Und wenn das von der Schule gut unterstützt wird, dann ist da, glaube ich, auch ganz viel Wissen da, im Sinne von: „Wo kann ich meine Meinung einbringen?” Es ist mir auch sehr wichtig, dass man die Schülerinnen und Schüler auch darauf vorbereitet, wo man hingehen will und welchen Beruf man später machen will, und da ist glaube ich auch, schon nochmal ganz viel passiert, auch mit den Projekten von euch, da ist schon einiges los.

MiNe: Sie sagten, dass die Stadt München die Schulen im Bereich Digitalisierung noch mehr fördern will. Wie stellen Sie sich das vor?

VD: Ja, es ist wichtig, weil es auch zu unserer Zeit gehört, dass sich die Schule verändert, dass man auch viel mehr mit digitalen Sachen arbeitet, aber dann braucht es auch eine vernünftige Ausstattung an den Geräten, eine gute Breitbandverbindung, stabiles WLAN, dass das alles an den Schulen zur Verfügung steht. Corona hat dazu beigetragen, dass wir die Digitalisierung beschleunigen konnten. Ich habe letzte Woche erst den Startschuss gegeben, für 10 000 neue Lehrergeräte. Also da hat sich schon einiges getan, und dann hoffe ich auch, dass ihr als Schüler*innen gut mit Medien ausgebildet werdet, denn das gehört einfach dazu. Das ist die Zukunft.

MiNe: Vielen Dank für das Interview.

VD: Vielen Dank an euch. Ich freue mich sehr über das Interesse.

Interview wurde geführt von: Jakob G. 6H, Jonathan K. 6H

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